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H Zahnriemen sind endlose, zöllige Zahnriemen mit trapezförmigem Zahnprofil und einer Zahnteilung von 12,7 mm (0,500 Zoll). Sie werden für die formschlüssige Kraftübertragung in synchronen Antrieben eingesetzt, bei denen eine definierte Drehzahlübertragung zwischen Antriebs- und Abtriebswelle erforderlich ist.
Das H-Profil gehört zu den klassischen zölligen Zahnriemenprofilen und besitzt eine größere Zahnteilung als die Profile XL und L. Es kommt beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau sowie in industriellen Antriebssystemen zum Einsatz, deren Zahnriemenscheiben auf die H-Zahngeometrie abgestimmt sind.
Für die Auswahl eines passenden H Zahnriemens sind insbesondere Zahnprofil, Wirklänge und Riemenbreite entscheidend. Beim Austausch eines vorhandenen Zahnriemens empfiehlt es sich, die aufgedruckte Riemenbezeichnung zu prüfen und mit den technischen Angaben des Ersatzriemens abzugleichen.
| Merkmal | Technische Angabe |
|---|---|
| Zahnprofil | H |
| Profilart | Zölliges Trapezprofil |
| Zahnteilung | 12,7 mm |
| Zahnteilung in Zoll | 0,500" (1/2 Zoll) |
| Zahnhöhe | ca. 2,29 mm |
| Ausführung | Endlos geschlossen |
| Verzahnung | Einseitig |
| Riemenkörper | Neopren |
| Zugträger | Je nach Hersteller und Ausführung, häufig Glasfaser |
| Zahnseitige Gewebeauflage | Je nach Hersteller und Ausführung |
| Passende Zahnriemenscheiben | H-Zahnriemenscheiben mit 12,7 mm Teilung |
Die angegebenen Profilmaße beziehen sich auf das klassische H-Trapezprofil. Weitere Eigenschaften können abhängig vom Hersteller und der jeweiligen Riemenausführung variieren.
Für H Zahnriemen werden Zahnriemenscheiben mit H-Trapezprofil und einer Teilung von 12,7 mm benötigt. Neben dem Zahnprofil müssen auch die Zähnezahl der Zahnriemenscheiben, die Riemenbreite und die erforderlichen Anschlussmaße zum jeweiligen Antrieb passen. Wichtig: H Zahnriemen sind nicht mit L- oder XH-Zahnriemenscheiben kombinierbar. Diese Profile besitzen andere Zahnteilungen und entsprechend abweichende Zahngeometrien. Auch Zahnriemen anderer Profilfamilien sind nicht allein aufgrund ähnlicher Abmessungen als Ersatz geeignet. Für einen korrekten Zahneingriff müssen Zahnriemen und Zahnriemenscheiben auf dasselbe Profil abgestimmt sein.
Die Bezeichnung eines zölligen H Zahnriemens enthält üblicherweise Angaben zur Wirklänge, zum Zahnprofil und zur Riemenbreite.
Ein Beispiel ist die Riemenbezeichnung:
500H075
Die einzelnen Bestandteile bedeuten:
500: Wirklänge von 50,0 Zoll = 1.270 mm
H: Zölliges Trapezprofil mit 12,7 mm Teilung
075: Nennbreite von 0,75 Zoll = 19,05 mm
Der Zahnriemen 500H075 besitzt somit eine Wirklänge von 1.270 mm, das H-Zahnprofil und eine Nennbreite von 19,05 mm.
Aus der Wirklänge und der Zahnteilung lässt sich außerdem die Zähnezahl bestimmen:
1.270 mm ÷ 12,7 mm = 100 Zähne
Je nach Hersteller können Schreibweise und Kennzeichnung geringfügig abweichen. Maßgeblich sind die technischen Angaben zum Zahnprofil, zur Wirklänge und zur Riemenbreite.
Die Wirklänge eines geschlossenen H Zahnriemens ergibt sich aus der Anzahl seiner Zähne und der festen Zahnteilung von 12,7 mm.
Formel zur Berechnung der Wirklänge
Wirklänge = Zähnezahl × 12,7 mm
Beispiel:
Ein H Zahnriemen mit 100 Zähnen besitzt eine Wirklänge von:
100 × 12,7 mm = 1.270 mm
Formel zur Berechnung der Zähnezahl
Zähnezahl = Wirklänge ÷ 12,7 mm
Beispiel:
1.270 mm ÷ 12,7 mm = 100 Zähne
Die Wirklänge bezeichnet die Länge entlang der Teilungslinie über den gesamten geschlossenen Zahnriemen. Sie entspricht nicht dem Außendurchmesser oder der Länge eines einzelnen geraden Riemenabschnitts.
Bei einer zölligen Riemenkennzeichnung muss die angegebene Länge zunächst in Millimeter umgerechnet werden, wenn die Berechnung mit der metrischen Zahnteilung erfolgt.